Über mich

Katharina Severa

  • 1983 in Heidelberg geboren und aufgewachsen in einem Örtchen im Kraichgau
  • Wahlleipzigerin aus ganzem Herzen
  • Zunächst Lehramtsstudium in Heidelberg, dann Übersetzungswissenschaft in Leipzig
  • Korrektorin und Übersetzerin in Festanstellung (Deutsch, Englisch & Spanisch)
  • Lebensstationen außerhalb Deutschlands: Australien, Spanien, Mexiko

Als ich erst wenige Tage zur Schule ging, kam ich einmal heulend nach Hause. Genauer gesagt, ich brüllte laut meiner Mutter derart verzweifelt, dass sie mich schon von Weitem hörte und mir besorgt entgegenlief. Sie dachte es wäre wer weiß was Furchtbares geschehen. Der Grund für meinen Tränenausbruch war dann aber eher putzig: Ich konnte immer noch nicht lesen! Meine Mutter beruhigte mich. Einige Monate später funktionierte das mit dem Lesen dann schon ziemlich gut und ich las, vor Stolz platzend ob meines neuen Könnens, meinen Eltern alles vor: die Lesefibel (ja, so etwas gab es seiner Zeit noch), Straßenschilder, Werbetafeln, Gute-Nacht-Geschichten… Lesen zu können, war für mich eine enorme Bereicherung: es war ein neuer Zugang zu dieser Welt. Zu den ersten Büchern, die ich selbst las, gehörten beispielsweise die Schulgeschichten vom Franz von Christine Nöstlinger. Insbesondere meine Mutter förderte meine Leselust von Anfang an und Büchergeschenke waren an jedem Geburtstag und Weihnachtsfest eine feste Größe.

Sehr viel später, im Studium, fing ich an, mir kleine Notizen zum Gelesenen zu machen, quasi meine eigene kleine Rezension zu verfassen. Das führte dazu, dass ich von Freunden des Öfteren nach Buchempfehlungen gefragt wurde. Das war lange, bevor es die ersten Literaturblogs gab, doch das Prinzip war ähnlich, nur eben analog und mit äußerst überschaubarer Reichweite. Mit der Entwicklung des Bloggertums kam der Gedanke, das Ganze etwas größer aufzuziehen und eben selbst einen Blog zu starten, natürlich irgendwann auch bei mir auf. Ich dachte ihn aber ziemlich lange ohne ernstliche Überzeugung, erst Anfang 2018 war da urplötzlich dieses „Warum eigentlich nicht?“, das sich als erstaunlich hartnäckig erwies. Tja, und da ist er nun, mein Literaturblog. Möglicherweise ist er eine weitere logische Entwicklung aus meiner Leidenschaft für Buchstaben und Sprache, die sich schon so früh zeigte und die mich wahrlich nicht zufällig in den Übersetzerberuf führte.